The cake is a lie! It’s sauerkraut pie!


 

Ohje, was kommt da jetzt auf euch zu? Zugegebenermaßen, abenteuerlich klingt es ja. Sollte Kuchen nicht was Süßes sein?

Doch, wenn ich eines hier gelernt habe, da ich ja jetzt so nahe am Elsass wohne, dann ist es, dass der beste Kuchen Zwiebelkuchen heißt und so ziemlich das Gegenteil von süß ist. Und auch der Engländer mag ja seinen Pie bekanntlich mit Steak, Kidney, Guinness und Co. Also hab ich ein bisschen experimentiert. Das Ergebnis sehr ihr hier!

Sauerkrauttarte

Zutaten & Vorbereitung:

Für den Teig:

– 30 dag Mehl

– 1 Ei (kann aber auch weggelassen werden, wenn man gerade keines zur Hand hat)

– 20dag Butter

– Salz

– Wasser

Für die Füllung:

– 2 Packerln Sauerkraut à 500g

– 2 kleine Zwiebeln

– 1-2 Zehen Knoblauch

– Zucker, Essig, Kümmel, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer

– 1 Becher Sauerrahm

– 3 Eier

 

Zubereitung:

Gut, aus meinen bisherigen Rezepten wisst ihr es vielleicht schon, ich bin ein kleiner Mengen-Punk, ich kann euch leider Mangels der Existenz einer Küchenwaage in meinem Haushalt beim besten Willen nicht sagen, wie die genauen Volumina von Butter und Mehl sein sollen. Ein schöner Mürbteig soll’s halt werden, ich vertraue da auf eure kochtechnischen Instinkte, das mit Wasser und Mehl entsprechend anzupassen. Wickelt dann den Teig in Folie und lasst ihn eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten.

Für die Füllung gilt, was für so viele Speisen gilt: Je mehr Zeit man ihr beim Kochen lässt, desto besser wird sie. Das Sauerkraut ist so eine Sache, die von vielen unterschätzt wird, die aber eines der köstlichsten Dinge auf Erden sein kann, wenn man es lässt. Darum schwitzt Zwiebeln und Knoblauch in Öl an, fügt das Sauerkraut und die Gewürze zu, gießt mit etwas Suppe an und lasst das ganze etwa eine Stunde lang auf kleiner Hitze köcheln und dann abkühlen (das könnt ihr ruhig schon am Vortag vorbereiten, das köchelt auch brav alleine wenn ihr abends fernseht oder sonst was tut). Dann rührt Sauerrahm und Eier ein.

Rollt den Mürbteig etwa einen halben Zentimeter dick aus und legt eine gebutterte und bemehlte Springform damit aus. Hebt etwa ein Drittel des Teiges auf. Gebt die Füllung in die Form, rollt den restlichen Teig aus und legt ihn als Deckel auf den Pie. Jetzt backt ihr den pikanten Kuchen etwa 30-40 Minuten bei 180°C und schneidet euch ein herzhaftes Stück davon ab. Mahlzeit!


Über Karin

Also was und woher ich eigentlich bin, lässt sich nicht immer so leicht beantworten. Als Tochter zweier Salzburger, die in Linz geboren ist und dann nach 7 Jahren in Zürich wieder zurück nach Linz ging um eine mehr oder weniger erfolgreiche Schulkarriere hinzulegen, verschlug es mich zum Studium ins schöne Graz, wo ich aufs gEasy cooking Team gestoßen bin. Leider trennen mich von der Murmetropole mittlerweile 700 Kilometer, aber auch im malerischen Heidelberg lässt sich's leben. Und da ich hier nicht die einzige "Zuagroaßte" bin, lässt sich von den anderen Studenten aus aller Herren Länder so manches überraschende Rezept stibitzen, das dann durch meine Hände den Weg auf gEasy cooking schafft.

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