Knusprige Erdäpfelweckerln


Sodala, wie versprochen folgen jetzt die etwas klassischeren Beiträge. Ja, Kürbiszeit ist’s, aber da wir ja alle wissen, wie sich so ein feines Süppchen macht, zeige ich euch heute, was es bei mir so als Beilage dazu gab. Nämlich frisch gebackene Erdäpfelweckerln!

Manche haben ja eine irrationale Angst vorm Arbeiten mit Germ, aber ich kann euch sagen, der ist eigentlich ein ganz braves Tierchen und gar nicht so zickig wie ihm nachgesagt wird. Probiert es einfach aus!

Zum Germ und der Temperatur: generell gilt: je wärmer es der Germ hat, desto schneller geht der Teig auf. Ich will euch jetzt nicht mit Enzymkinetik nerven, also belasse ich es bei der Info, dass der Germ gerne bei etwa Körpertemperatur arbeitet, wird es ihm aber zu heiß, dann kocht ihr den Ärmsten und er tut, was auch wir in dieser Situation tun würden – er stirbt! Also, arbeitet mit lauwarmem, aber keinesfalls kochendem Wasser, und lasst den Teig an einem warmen Ort gehen (wie etwa im Backrohr, das vorher angeschaltet war, aber nicht mehr an ist, sogar die niedrigste Stufe ist mit ~50°C zu heiß).

Erdäpfelweckerl

Zutaten & Vorbereitung:

– 4 gekochte Erdäpfeln

– 1 Tasse Mehl

– 1 Tasse Dinkel- oder Weizenvollkornmehl (oder auch normales Mehl)

– 20 frischer Germ (oder 1 Päckchen getrocknete)

– 1 Prise Zucker

– 2 EL Olivenöl

– 2 EL Salz (klingt viel, aber vertraut mir!)

– eine kleine Handvoll Körndeln (nach Belieben, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam, etc)

– eventuell etwas Kochwasser vom Erdäpfelkochen

Zubereitung:

Zuerst werden die gekochten Erdäpfeln zerstampft oder mit der Gabel zerdrückt. Die Körndeln werden mit etwas Kochwasser übergossen und eingeweicht.

Jetzt also an den Teig: Beginnen wir damit, unser Haustierchen, den Germ zu aktivieren. Dazu zerbröselt ihr ihn und verrührt ihn mit dem Zucker und ein bisschen lauwarmem Erdäpfelwasser und lasst ihn 5 Minuten stehen. In der Zwischenzeit mischt ihr die Erdäpfeln mit dem Mehl, dem Salz, den abgetropften Körndeln und dem Olivenöl, und gebt dann den Germ dazu und verknetet alles. Jetzt kann es je nach Erdäpfelsorte sein, dass der Teig zu trocken und somit bröslig ist, dann fügt einfach nach und nach lauwarmes Kochwasser hinzu und knetet bis ihr einen schönen, elastischen Teig habt.

Den lasst ihr jetzt an einem lauwarmen Plätzchen etwa eine halbe Stunde stehen (geht natürlich auch länger, falls ihr in der Zwischenzeit irgendwas Besseres vorhabt als dem Teig beim Wachsen zuzusehen). Falls zur Hand lege ich ein nasses Geschirrtuch drüber, damit der Teig hohe Luftfeuchtigkeit hat, aber das ist glaub ich schon ein bisschen Voodoo und hilft vielleicht gar nicht wirklich.

Dann knetet den Teig noch einmal zusammen und formt maximal faustgroße Weckerln und setzt sie mit genügend Abstand auf ein Backblech. Dann heißt es nochmal etwa eine halbe Stunde warten und den Ofen auf 200°C vorheizen.

Stellt eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden des Backrohrs, das sorgt für genug Dampf. Dann backt die Weckerln 30 bis 40 Minuten, sie sollen sich hohl anhören, wenn man an ihnen klopft.

Voilà, und fertig ist ein Allrounder! Mahlzeit!


Über Karin

Also was und woher ich eigentlich bin, lässt sich nicht immer so leicht beantworten. Als Tochter zweier Salzburger, die in Linz geboren ist und dann nach 7 Jahren in Zürich wieder zurück nach Linz ging um eine mehr oder weniger erfolgreiche Schulkarriere hinzulegen, verschlug es mich zum Studium ins schöne Graz, wo ich aufs gEasy cooking Team gestoßen bin. Leider trennen mich von der Murmetropole mittlerweile 700 Kilometer, aber auch im malerischen Heidelberg lässt sich's leben. Und da ich hier nicht die einzige "Zuagroaßte" bin, lässt sich von den anderen Studenten aus aller Herren Länder so manches überraschende Rezept stibitzen, das dann durch meine Hände den Weg auf gEasy cooking schafft.

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